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News

MTG Vereinsausfahrt reloaded

Aufgrund des kalten Wetters letztes Wochenende, wurde die MTG Vereinsausfahrt diesen Samstag nochmal wiederholt. Bei strahlendem Sonnenschein und optimalen Temperaturen von über 20 Grad ging es auf eine schöne 70 km Runde durch die Rheinebene. Die Tour führte uns über Schwetzingen nach Speyer, wo wir auf die andere Rheinseite wechselten, wieder zurück nach Mannheim. Den verdienten Stopp gab es dann am Strandbad in Mannheim.

 

Schwetzinger Spargellauf

Schnelle Zeiten bei schöner Kulisse – das war das Motto für unsere Trias am vergangenen Sonntag beim Schwetzinger Spargellauf.

 

Mit Start und Ziel im Schlossgarten und einem Zuschauerspalier im Zielkanal war vieles geboten.

Und es wurde so richtig abgeliefert.

 

Norman erreichte den 2. Platz Overall in 34:38!!!

Besonders erwähnenswert: eigentlich wollte er erst garnicht starten und hat sich dann doch spontan für einen Start entschieden. Es hat sich gelohnt. Herzlichen Glückwunsch!

 

Auch Oli landete bei seinem Heimspiel auf dem Treppchen. In 44:40 lief er auf Platz 3 in der AK M50.

 

Johannes zeigte seine großartige Laufform und pulverisierte seine PB. In 38:03 schrammte er mit Platz 4 in seiner AK knapp am Podest vorbei. Wir können gespannt sein, was er in Hamburg für eine Zeit in den Asphalt brennt.

 

Jeannette und Norbi waren ebenfalls am Start. Unser Coach nutze den Lauf mit einem Warm-Up von 20 Km als letzten Longrun vor dem Hamburg Marathon.

 

 

Norman Korff                          34:38              

Johannes Breithecker               38:03              

Oliver Kolb                              44:40              

Jeannette Müllhardt                 53:23

Norbert Luber                         53:24

 

Hyrox - Wie Schwimmen, Radfahren, Laufen, aber doch etwas anders

Ein toller Bericht von Marc zum Hyrox Köln:

 

Zunächst – was zur Hölle ist Hyrox? 

Ähnlich wie Triathlon eine Multisportart, bestehend aus 8x1km Laufen mit jeweils einer Fitnessübung, die es zu absolvieren gilt, dazwischen. Die Übungen bestehen aus 1000m auf einem Skiergometer, das Gleiche noch mal auf einem Ruderergometer, einen Schlitten mit Gewichten 40m weit schieben und danach mit einem Seil ziehen, Burpees mit Schlussprüngen mit denen man 80m zurücklegen muss, 100m Ausfallschritte mit einem Sack auf dem Rücken, 2 Kettlebells 200m weit tragen und zum Abschluss 100 Kniebeugen mit einem Medizinball, den man dabei auf ein 3m hohes Feld treffen muss.

 

Zur Teilnahme an meinem ersten Hyrox am vergangenen Wochenende in Köln kam ich wie die Jungfrau zum Kind. Jemand, den ich erst kürzlich kennengelernt habe, hat einen Doubles Partner gesucht und ist dabei auf mich gekommen. Parallel zum Telefonat, in dem ich gefragt wurde, ob ich daran teilnehmen möchte habe ich zunächst mal googlen müssen was mich erwartet und dann spontan gleich zugesagt, weil es sich doch nach einem spaßigen Event anhörte. 

 

Blieben noch ganze 3 Wochen, um sich darauf vorzubereiten. Weniger Sorgen hat mir als Triathlet natürlich das Laufen gemacht, sondern viel mehr die Kraftübungen dazwischen. Zwei Einheiten, in denen ich alle Übungen mal ausprobiert habe und jeweils 3 Tage mit üblem Muskelkater später, wusste ich dann etwas besser, was mich erwartet.

 

Nun aber mal zum Wettkampf. Die Hyrox Events finden in der Regel in Messehallen statt, mein Event im Zuge der größten Fitnessmesse der Welt in Köln (FIBO) im Untergeschoss der Bodybuildinghalle. Kein Tageslicht, schwarzer Boden, schwarze Decke und Säulen, schwarzes Hyroxbranding, selbst der Erdinger Alkoholfrei Bogen war hier Schwarz, was mit lauter Musik und Beleuchtung der Laufstrecke und Stationen für eine echt coole Stimmung sorgt. 

 

Noch mehr als beim Triathlon geht es hier vielen Teilnehmern darum sich und vor allem ihren Körper zu zeigen. Sich Oben Ohne warmzulaufen war für einige männliche Teilnehmer von sehr großer Bedeutung.

 

Nach Anmeldung und Warm-up (Mit T-Shirt) geht es in eine abgesperrte Startbox, in der man mit seiner Welle und viel Show und Musik auf die Strecke geschickt wird. Dies sollte nicht die einzige Parallele bleiben, die einen an einen Triathlon erinnert. Mit seinem Doublespartner muss man die Laufrunden zusammen absolvieren, kann sich während der Übungen aber beliebig oft abwechseln. Nach zwei 500m Laufrunden biegt man mit seiner kompletten Startwelle in die Übungsfläche ab, wodurch es etwas hektisch zugeht. Mit dem Skiergometer hatten wir ausgemacht, dass ich anfange, weil es der Schwimmbewegung nahekommt und ich damit auch wenig Probleme hatte. Aller Vorsätze zum Trotz, es gemütlich angehen zu lassen stand am Ende der 1000m ein satter Puls von 190 Schlägen auf meiner Uhr und ich konnte das Laktat im Blut schon förmlich spüren. Suboptimaler Einstieg nach nicht mal 10 Minuten Wettkampf, wenn man noch etwa eine weitere Stunde unterwegs ist. 

 

Zu meinem Glück war mein Doubles Partner etwas langsamer im Laufen, wodurch ich hier wenigstens etwas den Puls runter bekommen konnte. Schlittenschieben und ziehen ging dann erstaunlich gut, auch weil der Teppich auf dem ich vorher geübt habe, deutlich stumpfer war und wir uns nach jeder Bahn abwechseln konnten. Im Anschluss stand die Übung an, vor der ich am meisten Respekt hatte. Burpees mit Schlusssprüngen über 4 Bahnen mit je 20m Länge, die sich nach nicht mal 3 Wiederholungen deutlich länger anfühlen. Mit Puls am Anschlag und häufigen Wechseln war dann irgendwann die letzte weiße Linie auf dem schwarzen Teppich übersprungen und die Wettkampfrichterin entließ uns auf eine weitere Laufrunde. 

 

In Übungen gerechnet Halbzeit und mental konnte man sich ab jetzt den Rest gut in 4 übrige Intervalle einteilen. Ab hier wurde mir klar, dass Hyrox eher ein Ausdauersport als ein Kraftsport ist, zum einen, weil das Lauftempo vieler muskulärer Teilnehmer merklich langsamer wurden und man als Mittel- und Langdistanztriathlet selbst auf die Uhr schaut und denkt: „Huch, schon gleich vorbei.“ Umso mehr konnte ich mich bei den letzten Übungen reinhängen und verausgaben, was ab hier noch mehr Spaß gemacht hat. 

 

Auf Ruderergometer und Farmers Carry (200m mit Gewichten Laufen) folgten noch die Ausfallschritte und kurz vor der Finishline die fiesen 100 Wallballs (Kniebeugen mit der Aufgabe einen Medizinball auf ein kleines Feld in 3m Höhe zu werfen). Die letzten zwei Übungen müssen auch technisch sauber durchgeführt werden, was ein Kampfrichter penibel kontrolliert und im Zweifelsfall die Wiederholung nicht zählen lässt. In Triathlonsprache übersetzt: 1km vor dem Ziel überprüft jemand deine Lauftechnik und lässt dich extra Runden laufen, wenn sie nicht sauber und schön ist. Das ist mental fast genauso anstrengend wie körperlich. Nachdem dann endlich die 100 korrekten Wiederholungen fertig sind, geht es über die Finish Line und wie sich das anfühlt, brauche ich Triathleten nicht erklären. Im Garten Eden (finish line area) gab es dann viele eklige Getränke mit viel Eiweiß, widerlicher Red Bull und zum Glück einen Kühlschrank voller Erdinger Alkoholfrei.

 

Hiermit beginnt mein Plädoyer, warum mehr Triathlet*innen diesen Sport probieren sollten:

  1. Ein cooles Event mit zugegeben viel Show, um jeden Teilnehmer und Finisher, kennen Triathlet*innen gut und motiviert genug dazu bei Veranstaltungen wie IRONMAN oder Roth an den Start zu gehen. 
  2. Man bringt als Triathlet für den Sport eine super Ausgangsbasis mit. Für das Laufen sowieso, aber auch für Kraftübungen, die wie Radfahren sehr beinlastig sind und Übungen wie den Skiergometer, der dem Schwimmen sehr ähnlich ist. Das ständige Stop and Go, die Wechsel und das Gefühl mit malträtierten Beinen loszulaufen kennen wir auch alle sehr gut.
  3. Hyrox fordert neben dem oben genannten auch die Aspekte, mit denen sich Triathleten weniger wohl fühlen. Kraftanstrengung, kurze Belastungsspitzen statt gleichmäßige Renneinteilung und Bewegungsabfolgen, die sonst nicht von uns gefordert sind.

 

Nicht mal 24h nach dem ersten Hyrox Erlebnis habe ich mich gleich für einen weiteren Hyrox im November in Hamburg angemeldet. Dieses Mal als Einzelstarter und hoffentlich mit mehr Vorbereitung.