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Carmen qualifiziert sich in Hamburg für die WM

Carmen hat es geschafft und konnte sich beim Ironman Hamburg für die Triathlon-Weltmeisterschaft in Nizza qualifizieren. Mit einer überragenden Leistung in allen drei Disziplinen hat sie in ihrer Altersklasse den 4. Platz erreicht und sich das Ticket für die WM gesichert. Sie schwomm die 3,8 km in 01:12:34 hh:mm:ss, für die 180 km Radfahren brauchte sie nur 05:12:01 hh:mm:ss und den Marathon schloss sie nach 03:48:31 hh:mm:ss ab. Das machte eine Gesamtzeit, inkl. der Wechsel, von 10:26:48 hh:mm:ss! Herzlichen Glückwunsch Carmen, Du bist eine Rakete!

Hier ihr Bericht vom Rennwochenende:

Eigentlich wollte ich bereits 2023 beim IRONMAN Hamburg starten, damals musste ich den Start aber verletzungsbedingt auf 2024 schieben. Dementsprechend war es eine sehr lange körperliche und mentale Vorbereitung auf den Ironman Hamburg 2024. Das Training in den Wochen und Monaten vor dem Rennen lief gut und so freute ich mich in den Tagen vor dem Rennen sehr auf den Start, denn die Form war gut und das lange Warten sollte endlich ein Ende haben!

Am Rennmorgen eines IRONMAN klingelt der Wecker immer sehr früh, ca. um 3.30 Uhr. Meine mitgereisten Freunde Marc, Leonie, Ursula und Niko von der MTG Mannheim Triathlon waren auch schon wach und als wir uns um ca. 04.30 Uhr auf den Weg zum Rennen machte, war die Stimmung zwar angespannt aber trotzdem gut. Von 5 bis 6 Uhr morgens hatte die Wechselzone noch einmal offen und ich konnte die letzten Vorbereitungen für einen langen Tag treffen: Wasser und kohlenhydrathaltige Getränke am Rad anbringen, Tacho starten, Schuhe ans Rad anbringen, Verpflegung fürs Laufen in den Wechselbeutel legen etc.

Startschuss war dann endlich um 06:30 Uhr! Bei über 2000 Startern und Starterinnen dauert es eine Weile bis alle im Wasser sind, doch irgendwann ging es auch für mich los auf die 3800m lange Schwimmstrecke. Ein Sprung in die Binnenalster, unter 2 Brücken durch in die Außenalster, dort eine große Runde entlang der Bojen schwimmen, zurück in die Binnenalster und zum Schwimmausstieg am Rathausplatz. Schwimmen ist nicht meine Lieblingsdisziplin. Am Ende des Schwimmens war ich auf dem 19. Platz in meiner Altersklasse W30-34. Zum Glück erfuhr ich meine Schwimmzeit von 1 Stunde 16 Minuten erst nach dem Rennen, denn da hatte ich mir tatsächlich mehr erhofft.

Endlich draußen ging es mit ca. 800m durch die längste Wechselzone der Welt am Ballindamm. Leider riss meine Startnummer noch bereits in T1 und blieb mit nur noch einem Befestigungspunkt am Startnummernband hängen. Das musste jetzt so die gesamte 178km lange Radstrecke halten und tat es zum Glück auch. Die nahezu komplett flache Radstrecke bestand aus 2 Runden à 89km durch die Stadt Hamburg beispielsweiße auch über die Reeperbahn, durch das Industriegebiet, raus an den großen Elbdeich und über kleinere Deichstraßen wieder zurück. Die ersten paar Kilometer vergingen wie im Flug. Erstmal musste ich mich sortieren nach dem Schwimmen, den Rhythmus auf dem Rad finden, mich gut verpflegen und orientieren in der Stadt mit vielen Kurven und Baustellen. Erst auf dem Weg zum Deich kehrte etwas Ruhe ein. Rückenwind am Elbdeich und die Aeroposition auf dem Rad sorgten für zwischenzeitlich rund 43kmh auf dem Tacho, ein bisschen das Gefühl wie fliegen, zumindest bis zur nächsten Kurve als sich der Wind zuerst in Seitenwind danach in heftigen Gegenwind änderte. Von ca. KM 60 bis 90 herrschte so heftiger Gegenwind, dass ich mich Anfang der zweiten Radrunde erstmal einige Zeit davon erholen musste. Außerdem fing der Nacken an weh zu tun und die Müdigkeit setzte langsam ein. Deshalb war die zweite Radrunde nicht mehr ganz so schnell wie die erste. Irgendwann sind 180km dann schon zäh und vor allem nach dem zweiten Mal der Passage mit Gegenwind war ich froh, endlich in T2 abbiegen zu dürfen. Insgesamt konnte ich mit 5 Stunden 12 Minuten die drittschnellste Radzeit in meiner Altersklasse fahren und so einige Plätze nach vorne gutmachen.

Jetzt also nur noch einen Marathon laufen. Die ersten Kilometer sind immer spannend, wie fühlen sich die Beine an nach bereits über 6,5 Stunden unterwegs. Die Antwort: guuuut! Die ersten 12km lief ich viel schneller als ich wollte und geplant hatte. Trotzdem war alles kontrolliert und fühlte sich gut an. Die Stimmung in Hamburg war der Hammer. Unglaublich viele Leute an der Strecke, die Stimmung machten und uns Athleten und Athletinnen anfeuerten. Gegen Ende der zweiten von vier Runden wurden die Beine langsam schwerfälliger, die pace pendelte sich langsam so ein, wie ich im Vorfeld kalkuliert hatte. Marc, Leonie, Ursi, Niko und mein Bruder Peter machten ordentlich Stimmung und feuerten mich immer wieder an! Runde 3: die Beine wurden langsam schwer, der Schmerz war jetzt deutlich spürbar, ein kleines Tief machte sich bemerkbar aber der Einbruch kam nie. Ich hatte keine Lust mehr auf Gels, drückte mir aber trotzdem alle paar Kilometer eins rein und griff nun auch ab und an zu Cola. Die 4. und letzte Runde wurde mental wieder einfach. Ab jetzt ist das Ende in Sicht, ab jetzt geht es nur noch Richtung Ziel. Ich schaffte es, die letzte Runde tatsächlich noch einmal zu genießen, die Stimmung mitzunehmen und mit einem lächeln glücklich über die Ziellinie zu laufen! Die Marathonzeit betrug am Ende 3 Stunden 48 Minuten und somit hatte ich mein Ziel sub 4 Stunden im dritten Anlauf endlich geknackt! Insgesamt konnte ich mit einer Gesamtzeit von 10:26:48 den 4. Platz in meiner Altersklasse belegen und somit auch die Qualifikation für die Ironman-WM der Frauen in Nizza im September 2024 sichern! In den kommenden Tagen liegt der Fokus auf Erholung und mit Nizza steht schon ein neues Ziel für das Ende der Saison fest!

Alles in allem war Hamburg ein wunderbares Erlebnis! Ein tolles Rennen, in dem ich bis aufs Schwimmen das Optimum rausholen konnte, was an diesem Tag drin war. Die Stimmung an der Strecke und die Unterstützung meiner Freunde war der Hammer! Ich sage VIELEN DANK an alle, die aus der Nähe oder aus der Ferne dabei waren und mitgefiebert haben, das war unglaublich!

Impressionen vom Wettkampf:

(Vorbereitung auf den längsten Tag im Leben)

 

(3,8 km Schwimmen)

 

(180 km Radfahren)

 

(Abschließender Marathon)

Ironman Kraichgau 2024

Im Kraichgau findet die traditionsreichste deutsche Ironman 70.3-Veranstaltung statt und auch in diesem Jahr wurde der Wettkampf wieder von einigen MTG Triathleten als Saisoneinstieg oder als Testrennen für anstehende Hauptwettkämpfe genutzt.

Thomas nutzte den Wettkampf z.B. zur Vorbereitung auf die anstehende Langdistanz in Roth.

Unser 2-facher Vereinsmeister Jannik feierte seinen Saisoneinstieg. Und was für einen…

Er konnte mit einer Zeit von 4:10 h auf der anspruchsvollen Strecke rund um Bad Schönborn die AK 30 gewinnen! Herzlichen Glückwunsch zu dieser starken Leistung!

 

Am gleichen Tag starten etwas zeitverzögert auch die Triathleten beim Ironman 5150 (olympische Distanz.

Für uns am Start war Jan, der besonders beim abschließenden Lauf mit einer tiefen 38er-Zeit über 10 km richtig einen rausgehauen hat und die 5. schnellste Laufzeit Overall lief.

 

Ironman 70.3

Jannik Hollmann               4:10:57 h                            (1. Platz AK 30)

 

Thomas Heisel                   6:25:33 h

 

Ironman 5150

Jan Steinmüller                 2:30:03 h

 

Die neue Saison wurde angegrillt

Mit einer Grillparty auf dem MTG Gelände wurde in die neue Saison gefeiert. Unser Orgateam Hanna und Marc haben sich wieder mächtig ins Zeug gelegt und hervorragend für unser leibliches Wohl gesorgt. Hierfür vielen, vielen lieben Dank an Euch zwei! Auch das obligatorische Gruppenbind wurde wieder geschossen! Schön wars, alle hatten Spaß bei Musik, Gegrilltem, Getränken und tollen Gesprächen und sogar das Wetter hatte dieses Jahr mitgespielt. Es freute uns auch, so viele neue Mitglieder vorbei kamen. Die neue Saison kann kommen oder für viele von uns, die schon längst in die Saison gestartet sind, weiter gehen.