Slider_011
  Sponsoren            
       
  Sponsoren            
       
  Kooperationspartner  
   
  Kooperationspartner  
   

Ein Hunderter in den Alpen

 

Ein Ultratrail durch Nacht, Schnee und Sonne: Konstantin stellt sich beim Innsbruck Alpine Trailrun Festival der Herausforderung seines ersten Hunderters – 105 Kilometer, 5.500 Höhenmeter und ein Abenteuer in den Bergen Tirols.

Dass Innsbruck immer eine Reise wert ist, wissen mittlerweile nicht nur Wintersportler. Die Hauptstadt Tirols hat sich über die letzten Jahre hinweg zu einem beliebten Ziel für Trailrunbegeisterte entwickelt und richtete Anfang Mai bereits zum elften Mal das Innsbruck Alpine Trailrun Festival aus.

Konstantin war zum vierten Mal dabei. Seit er 2023 mit dem K42 eingestiegen war und in den folgenden Jahren sukzessive die nächstlängeren Strecken absolviert hatte, wartete dieses Mal der K110 – Masters of Innsbruck, also eigentlich 112 km und 5.500 Hm. Wegen zu viel Schnee an den höchstgelegenen Abschnitten wurde die Runde auf 105 km gekürzt.

 

Start in die Nacht

Der Startschuss fiel am 2. Mai am Landestheater, im Herzen Innsbrucks, um 00:00 Uhr. Bei sternenklarem Himmel und Vollmond setzten sich 350 Stirnlampen in Bewegung. Nach einer kurzen Schleife durch die Innenstadt ging es über den Inn und gleich in den ersten Anstieg, hoch in die Nordkette, vorbei an heulenden Wölfen (im nahegelegenen Alpenzoo). Konstantin fühlte sich bei 6 °C in kurz-kurz gut gewappnet und ging den Anstieg über gut 700 Höhenmeter beherzt an. Nach 15 km und der ersten Verpflegungsstation in Kranebitten ging es erneut über den Inn, nun gen Süden. Der nächste größere Anstieg führte über gut 1.100 Hm hoch zur Mutterer Alm auf etwa 1.600 m.

Nun ging es über etwa 25 km bergab ins Stubaital, aber nicht ohne den ein oder anderen kleinen Gegenanstieg. Dort angekommen, war bereits mehr als eine Marathondistanz absolviert, und es wurde langsam hell. Nun ging es wieder nach Norden, teilweise in Sichtweite der Brennerautobahn und durch die wunderschöne Sillschlucht. Nach 55 km legte Konstantin an der Verpflegungsstelle bei der Bergiselschanze eine kleine Halbzeitpause ein. Neben frischen Klamotten (für den weiteren Tagesverlauf waren 26 °C und reichlich Sonne gemeldet) und Sonnencreme gab es auch eine Portion Kaiserschmarrn zur Stärkung, was sich im Nachhinein nicht als verdauungstechnischer Fehler erweisen sollte. Ein Hoch auf Konstantins Magen. Außerdem erhielt er auch noch ein kurzes Feedback zur bislang absolvierten Strecke (es läuft gut) und wertvolle mentale Unterstützung von MTG-lerin Hanna, die hier als Unterstützung noch auf eine weitere Athleten wartete.

 

Der lange Weg zum Patscherkofel

Auf Konstantin wartete nun der längste Anstieg der Runde: Auf 12 km und knapp 1.200 Hm ging es nochmal nach Süden, über Heiligwasser hinauf zum Patscherkofel, wobei hier die höchste Passage wegen zu viel Schnee bereits aus dem Routenverlauf genommen worden war. Auf den höchsten Punkt der Strecke auf 1.720 m folgte dann ein knapp 20 km langer Downhill (inklusive kleiner Gegenanstiege), bevor der Inn bei Hall zum dritten Mal überquert wurde.

Ab hier war der Rest der Strecke in der Sonne zu absolvieren. Nochmal ging es hinauf in die Nordkette und nun nach Westen, um nach dem letzten Downhill, vorbei an der Hungerburg, den Inn zum vierten Mal zu überqueren. Kurz danach konnte Konstantin am Landestheater endlich glücklich und nach 14 h 25 min ins Ziel einlaufen.

Das war er also, der erste Hunderter. Klar, es war anstrengend, sehr, aber auch richtig cool. Zum Glück hatte Konstantin keine Probleme mit der Verpflegung oder Verdauung, keine Verletzungen und der Körper hat die Runde gut durchgehalten. Da geht vermutlich noch mehr.