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Zurich City Triathlon: Ein Erfahrungsbericht von Konstantin 

Es ist Ende Juni 2026, und in nahezu ganz Europa fallen die Temperaturrekorde gefühlt schneller, als das heiß ersehnte Eis in der Waffel schmilzt. Wenn da bloß nicht dieser Triathlon wäre!!! 
Denn auch in der Alpenrepublik Schweiz erreichen die Temperaturen am Wochenende kuschelige 36 °C. Ich hatte mich aber schon lange auf das Rennen über die olympische Distanz im und am Zürichsee gefreut, und außerdem gab es in den Wochen davor ja auch ausreichend Gelegenheit, etwas für die Hitzeakklimatisation zu tun. Daher wollte ich von der seitens des Veranstalters kurzfristig angebotenen Option, auf die Sprintdistanz runterzumelden, nicht Gebrauch machen. Leider bedeutete das aber, analog zum RömerMan, eine Startzeit deutlich nach 10 Uhr. Zum Einschwimmen gibt es vor dem Start genügend Zeit und Platz, da der See nahezu überall gut vom Ufer aus zugänglich ist. Und er ist warm. Bei knapp 27 °C Wassertemperatur wird über ein Neoverbot nicht mehr debattiert. Bei deutlich über 30 °C Lufttemperatur fühlt sich der See im ersten Moment trotzdem erfrischend an, als ich um 11:30 Uhr mit einem Kopfsprung von der Saffainsel in den Zürichsee starte. Der Start findet in Startwellen von je 5 Startenden alle 5 Sekunden statt. Dadurch gibt es kaum Probleme mit fremden Füßen im Gesicht und man kann eigentlich ganz gut sein Tempo schwimmen, sehr angenehm. Sanfter Wellengang und einige Wasserpflanzen sorgen für das gewisse Etwas auf der Schwimmstrecke, in deren Verlauf immer wieder die Kulisse der Zürcher Altstadt am Horizont hervorlugt.  

Die Radstrecke verläuft ganz überwiegend am Seeufer entlang und ist quasi topfeben. Das Profil ist also wie gemacht für den ersten Wettkampfeinsatz meines schnellen Triathlonrads. Entsprechend gut läuft dann auch diese Disziplin. Zu Beginn der zweiten Runde (es gilt, zwei Runden à 20 km zu fahren) und an deren Ende nehme ich jeweils ein Gel zu mir und trinke zwischendurch knapp 1,5 Liter Wasser. Damit hoffe ich, zum einen genügend Flüssigkeit und Energie zu mir zu nehmen, gleichzeitig aber auch keinen Blähbauch zu provozieren, mit dem ich leider bislang bei jedem Triathlon, der mindestens über die olympische Distanz führte, zu Beginn der Laufrunde zu kämpfen hatte. Und, was soll ich sagen? Diesmal funktioniert es!  

Zwar sind die 10 km Laufstrecke (2 Runden am Seeufer à 5 km) bei 34 °C auch so nicht einfach, aber zum Glück werde ich nicht durch den bislang bekannten Bauchschmerz zu Gehpausen gezwungen. Außerdem werde ich von meiner Freundin zwischendurch immer wieder angefeuert! Bei den zahlreichen Wasserstellen, die von den Volunteers mit viel Einsatz betrieben werden, nehme ich das Tempo immer wieder etwas raus, um mich abzukühlen und zu trinken. Aber insgesamt gelingt es mir, die Laufstrecke mit einem gleichmäßigen Tempo und kontrollierter Herzfrequenz zu Ende zu bringen. Mit der Zielzeit von 2:35:49 h bin ich sehr zufrieden und auch von der Zeit abgesehen bin ich meiner Meinung nach sehr gut mit dem Wettkampf zurechtgekommen. Das war echt mein bestes Triathlonerlebnis! Aber sicher nicht das letzte! 

Als Fazit lässt sich außerdem festhalten, dass das Event super organisiert ist. Der Fahrrad-Check-In geht super schnell vonstatten, gleiches gilt für den Check-Out. Es gibt ausreichend Verpflegungsstellen, die gut organisiert werden und vor dem Hintergrund der extremen Temperaturen nochmals aufgestockt wurden (auf 10 km konnte man 8 Mal Wasser zu sich nehmen!). Und Zürich ist einfach auch so eine sehr sehens- und lebenswerte Stadt, nicht nur entlang der Wettkampfstrecken. Und in weniger als 4 Stunden ist man mit dem Zug von Mannheim aus angereist. Ich kann den Bewerb nur empfehlen!!!