
Als feststand, dass Nina und Line am ersten Juliwochenende beim Challenge Roth ihre erste Langdistanz absolvieren würden, war schnell klar: Eine Fan-Delegation der MTG Triathleten würde die beiden vor Ort unterstützen.
Swantje und Norbert reisten bereits am Freitag mit dem Camper nach Hilpoltstein an. Mit dem Fahrrad erkundeten sie die Strecke zwischen Hilpoltstein und Roth, das Triathlonstadion und die Expo – ein erster Eindruck von den Dimensionen einer der größten und traditionsreichsten Triathlonveranstaltungen der Welt.
Am Samstag stand zunächst ein Abstecher zum Landesgartenschau parkrun in Neumarkt in der Oberpfalz auf dem Programm. Im Laufe des Tages trafen mit Cathy, Jeanette, Patrick, Janine, Bridget und Barbara weitere Fans aus Mannheim ein. Nina haben wir am Samstag nur kurz getroffen, bevor für sie mit Startunterlagen, Wettkampfbesprechung und Rad-Check-in die heiße Phase der letzten Wettkampfvorbereitung begann. Schon jetzt beeindruckten die sehr gute Organisation und die außergewöhnliche Hilfsbereitschaft der zahlreichen Volunteers.
Am Rennmorgen herrschte bereits vor sechs Uhr reges Treiben am Main-Donau-Kanal. Ein Teil der Mannheimer Fans positionierte sich kurz vor dem Schwimmausstieg, um Kevin, der ebenfalls startete, sowie Line und Nina anzufeuern – sofern man sie denn in dem wilden Gewusel der Schwimmer finden konnte. Während Kevin und Line im großen Starterfeld leider nicht zu entdecken waren, gelang es, Nina auf den letzten Schwimmmetern lautstark zu unterstützen. Anschließend wechselte auch die Fan-Gruppe in die nächste Disziplin – rechtzeitig zum Schwimmausstieg und auf die ersten Kilometer der Radstrecke.
In der Kurve kurz vor dem Rothsee konnten wir dank des Trackings Kevin sehen und anfeuern. Anschließend ging es mit dem Shuttle nach Roth. Dort sorgte allerdings das ausgefallene Live-Tracking von Line für Verunsicherung, da weder die Fans vor Ort noch die Daheimgebliebenen ihren Rennverlauf verfolgen konnten.
Im Triathlonstadion wartete zunächst Triathlon-Geschichte: Sam Laidlow stellte eine neue Langdistanz-Weltbestzeit auf, Rico Bogen gelang das schnellste Langdistanz-Debüt, und Alanis Siffert gewann das Rennen der Frauen. Die Stimmung im Triathlonstadion ist definitiv etwas ganz Besonderes.
Anschließend galt die volle Aufmerksamkeit wieder den Starterinnen und Startern der MTG. Auf der Laufstrecke konnten Kevin und Nina mehrfach angefeuert werden. Nina zeigte sich auch nach dem Radfahren in hervorragender Verfassung und verfolgte konsequent ihr Pacing. Trainer Patrick von CoolCatsCoaching war natürlich hoch zufrieden, dass er live erleben konnte, wie die monatelange Vorbereitung aufging. Kevin zeigte großen Kampfgeist und brachte seinen Wettkampf trotz eines schwierigen Tages erfolgreich zu Ende.
Dank des Live-Trackings konnten wir Ninas Lauf weiter verfolgen. Im Zielstadion warteten unter anderem ihr Mann Denis und Trainer Patrick, als sie nach 12:51:25 Stunden ihre erste Langdistanz erfolgreich beendete und ihre persönliche Zielzeit unterbot. Mit 1:53:23 Stunden für das Schwimmen, 6:20:43 Stunden auf dem Rad und einem Marathon in 4:25:41 Stunden hat sie sich mit großer Konstanz durch den Wettkampf gearbeitet.
Für einen besonders positiven Moment des Tages sorgte wenig später Line. Nachdem ihr Tracking bereits nach rund 50 Kilometern auf dem Rad ausgefallen war, stand sie plötzlich mit Finisher-Medaille und bester Laune vor der MTG-Triathlon-Gruppe. Die Erleichterung war groß: Auch sie hatte das Rennen mit einer starken Gesamtzeit von 11:54:51 Stunden erfolgreich beendet. Nach dem Schwimmen in 1:25:27 Stunden, hat sie die 180km auf de Rad in 6:00:42 Stunden absolviert und ist einen starken Marathon in 3:55:59 Stunden gelaufen.
Kevin kam bereits nach 10:23:23 Stunden ins Rother Triathlon Stadion, auch wenn der Tag nicht ganz so lief, wie er sich das gewünscht hatte – gerade dann zeigt sich der besondere Geist des Triathlons. Nach einem etwas durchwachsenen Schwimmen in 1:26:07 Stunden, folgte ein starkes Radfahren mit 5:09:39 Stunden. Mit einer Marathonzeit von 3:41:35 Stunden kämpfte er sich trotz eines nicht perfekten Tages bis ins Ziel und durfte sich ebenfalls als Challenge-Roth-Finisher feiern lassen.
Nach einem langen und ereignisreichen Tag ging es mit vielen Eindrücken zurück nach Mannheim.
Fazit
Der Challenge Roth ist weit mehr als ein Triathlon. Die einzigartige Atmosphäre, die perfekte Organisation und Hunderttausende begeisterte Zuschauer machen die Veranstaltung zu einem besonderen Erlebnis – für Athletinnen und Athleten ebenso wie für ihre Fans. Wer Freundinnen oder Vereinskolleginnen an der Strecke begleiten kann, erlebt den Langdistanz-Triathlon aus einer ganz besonderen Perspektive. Ein Fahrrad erleichtert dabei die Wege zwischen den einzelnen Streckenabschnitten erheblich, aber auch per Shuttle kommt man von A nach B, muss etwas Zeit mitbringen – und ein Besuch der Expo sowie der Zieleinläufe im Stadion gehört bei einem Roth-Wochenende ohnehin einfach dazu.






